9 Apps für Journalisten: Messenger und Livestream

Von unterwegs aus kommunizieren und berichten. Alltag für viele Journalisten. Hier habe ich 9 Apps für Journalisten aufgeschrieben, die Kommunikation und Livestreaming erleichtern. Die Auswahl ist gigantisch und daher hier eine Übersicht und Tipps, worauf man achten sollte.

9 Apps für Journalisten

Messenger

Kommunikation ist der Schlüssel für journalistische Arbeit. Den bekanntesten Messenger zähle ich hier nicht auf, mir geht es um mögliche Alternativen dazu. Bei Messengern kommt es immer auf den Zweck der Nutzung an, also mit wem möchte man worüber kommunizieren. Je nach Stufe der Vertraulichkeit stellt sich immer die Frage: Ist ein persönliches Treffen vielleicht sicherer? Bei der Auswahl des Messengers sollte auch das dahinterstehende Unternehmen in den Blick genommen werden, denn dem vertraut man seine Daten an.

1. Wire

Eine dieser Alternativen ist Wire. Es handelt sich um einen Messenger, bei dem die Kommunikation Ende-zu-Ende verschlüsselt wird. Statt mit einer Telefonnummer kann man sich auch mit einer E-Mail Adresse registrieren. Hier sind in der kostenlosen Variante private oder Gruppenunterhaltungen mit Teams möglich, aber auch das teilen von Dateien und Links. Praktisch ist hierbei die Einbettung von YouTube und Soundcloud, so können Videos und Audios in der App gestartet werden. Allerdings ist die Verbreitung in Deutschland noch recht gering.

2. Signal

Signal ist ein Messenger mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und ist auf Smartphones und Desktop-Rechnern nutzbar. Es können Nachrichten und Dokumente versendet werden. Außerdem sind verschlüsselte Audio- und Video-Gespräche möglich. Daten wie Telefonbuchkontakte der User werden laut Hersteller nicht auf die Betreiberserver übertragen.

3. Telegram

Die App Telegram hat schon für einigen Wirbel gesorgt. Denn sie gilt durch eine dezentrale Verschlüsselung als recht sicher, bietet Gruppen-Chats, Tools für Abstimmungen und Selbstzerstörung von Nachrichten. Die Sicherheit war dem russischen Inlandsgeheimdienst offenbar ein Dorn im Auge und zeitweise wurde der Dienst in Russland lahmgelegt. Im Jahr 2019 soll ein großangelegter Hackerangriff aus China auf die App stattgefunden haben, laut Angaben des Unternehmens. Zeitlich fiel der angebliche Angriff in die Zeit der Proteste in Hongkong.

4. Threema

Herzstück von Threema ist eine asynchrone und auf dem Gerät stattfindende Verschlüsselung. Laut Hersteller sammelt die App auch keine Nutzerdaten. Die Ende-zu-Ende Verschlüsselung mit einem anderen Threema-Nutzer wird durch einen QR-Code aktiviert, den der jeweilige Chat-Partnern einscannen muss. So werden dann neben Nachrichten auch Kontakte, Videos, Bilder und Sprachnachrichten verschlüsselt. Die App des Schweizer Unternehmens ist kostenpflichtig.

5. Slack

Der webbasierte Instant-Messaging-Dienst Slack ist vor allem für die Kommunikation in Arbeitsgruppen gedacht. Es gibt die Möglichkeit Channels zu erstellen und einzelne Mitglieder der Channels in Nachrichten zu erwähnen. Dadurch erhalten sie eine Benachrichtigung und können schnell reagieren. Slack will dadurch Kommunikation transparenter machen und laut eigenen Angaben E-Mails in Unternehmen überflüssig machen. Slack lässt sich übrigens auch mit Trello kombinieren, dazu gibt es hier mehr.

Apps für Journalisten zum Livestreamen

Gerade in Breaking News Situationen, auf Demonstrationen oder Veranstaltungen bietet sich Livestreaming an. Viele Social Media Plattformen bieten mittlerweile Live-Funktionen an, wie Facbeook Live, Instagram Live und YouTube Live. Das ist insofern praktisch, da so schon bestehende Accounts von Redaktionen oder Reportern direkt bestückt werden können. Aber es gibt noch mehr.

6. Periscope

Um Periscope nutzen zu können, reicht ein Twitter-Account. Der Livestream kann dann direkt in den Twitter-Feed eingebunden werden. Dabei werden die Follower automatisch informiert wenn der Stream live geht. Es besteht die Möglichkeit mit den Usern zu interagieren während des Streams und auch bis zu 24 Stunden danach ist der Stream noch verfügbar.

8. Livestream

Mit der App Livestream lässt sich eigener Content live streamen, aber man kann sich auch weltweite Livestreams anschauen. Die Livestreams lassen sich nach Themen filtern, wie Politik, Musik oder Unterhaltung. Livestream ist im Jahr 2017 von Vimeo aufgekauft worden.

9. Streamyard

Ganz anders funktioniert Streamyard. Es ist ein Livestreaming Studio für den Browser. So kann der Livestream direkt und simultan auf Twitch, YouTube oder Facebook ausgespielt werden. Außerdem können Banner eingeblendet und Gäste in den Stream geholt werden. In der kostenlosen Version sind monatlich 20 Stunden streaming mit Streamyard möglich.

Meine Top 11 Apps zum informieren und organisieren

Das hier war ein Überblick über 9 Apps für Journalisten. Es gibt noch wahnsinnig viele weitere Werkzeuge und Apps für Journalisten, mit denen sich die Arbeit besser gestalten lässt. Hier finden sich meine Top 11 Apps, mit denen ich Informationen strukturiere und meine Arbeit organisiere.

3 Antworten auf „9 Apps für Journalisten: Messenger und Livestream“

  1. Wenn es für den Livestream ein eigener Player sein soll, dann ist Contentflow eine Software, die ebenfalls ohne Installation über den Browser funktioniert, den Livestream simultan verteilt, automatische Untertitel erstellt, etc. Der Player lässt sich dann überall einbinden.

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