Interview mit dem Journalisten Can Dündar: „Wir sind frei“

Für heute plus habe ich den türkischen Jornalisten Can Dündar getroffen. Der Ex-Chefredakteur der Zeitung „Cumhuriyet“ ist in der Türkei zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft wegen Geheimnisverrats verurteilt worden. Jetzt hat er in Deutschland die Exilredaktion „Özgürüz“ gegründet. Der Name bedeutet auf deutsch „Wir sind frei“. Von Deutschland aus will er weiterhin kritisch über die türkische Regierung berichten.

Auslieferung von Can Dündar gefordert

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan fordert die Auslieferung von Dündar. Der Journalist lebt in Berlin und steht unter Personenschutz.  Auch die Redaktion des Journalisten steht unter Objektschutz.

Web-Story für das ZDF: Angriffe auf Politiker

In den letzten Jahren gab es mehr Angriffe auf Politiker, verbal aber auch physisch. Ein Beispiel ist der brutale Angriff auf Henriette Reker. Vor einem Jahr stach Frank S. die Kölner Oberbürgermeisterkandidatin Reker nieder. Im Prozess behauptete er, ein „wertkonservativer Rebell“ zu sein, kein Nazi. Für Frontal21 (ZDF) habe ich gemeinsam mit dem Recherchebüro CORRECTIV eine Kopie der Festplatte von Frank S. ausgewertet. Wir konnten zeigen, wie es im Inneren von Frank S. aussah, welche Musik er hörte, mit wem er in Kontakt stand, auf welchen Seiten er seine Informationen bezog.

Zur Web-Story beim ZDF

Zum Beitrag in der Frontal21 Sendung

Radio-Feature über das Darknet: fern ab von gut und böse

Symbolbild Darknet Recherchen für VICE

Der Amokschütze David S. der im Sommer 2016 in München neun Menschen erschoss, kaufte die Tatwaffe im Darknet. Waffen- und Drogengeschäfte, das Darknet taucht in Schlagzeilen immer wieder in Verbindung mit kriminellen Geschäften auch. Dabei ist es zunächst eine Technologie, die mit illegalen Aktivitäten gar nichts zu tun hat.

Darknet und Cybercrime

Für mein Radio-Feature habe ich mich mit Linus Neumann vom Chaos Computer Club getroffen. Er sieht das Darknet vor allem als Schutzraum für politisch Verfolgte. Dirk Kunze vom Landeskriminalamt in NRW zeigt die Grenzen auf, an die Ermittler bei der Aufdeckung von Straftaten im Bereich Cyberkriminalität regelmäßig stoßen.

Eine Produktion für das Wissenschaftsmagazin Leonardo im WDR-Hörfunk. Jetzt heißt Leonardo übrigens Quarks.

Hier gibt es einen gekürzten Zusammenschnitt:

Radio-Bericht für WDR: Der Preis für Tantal

Symbolbild Smartphone Preis von Tantal_fuer Anna Neifer

Tantal. Ein seltenes Metall, das unsere Smartphones zum Laufen bringt. Sein Erz wird in der Republik Kongo abgebaut und mit dem Erlös der dortige Bürgerkrieg finanziert. 2013 sorgten Proteste gegen Hersteller für öffentlichen Druck:

„Wir sind heute hier und protestieren vor dem Apple-Laden weil es eine Verbindung gibt zwischen dem Erfolg von Apple und dem Genozid im Kongo.“

Das sagt ein Aktivist in London.

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Bericht für das ZDF über PCB im Bergbau

Symbolbild Kohle_fuer Anna Neifer

Wir sehen es nicht, wir riechen es nicht, doch es ist da. PCB – polychlorierte Biphenyle. Es ist hochgiftig und zählt zu den zwölf als „dreckiges Dutzend“ bekannten organischen Chlorverbindungen, welche durch die Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 weltweit verboten wurden. Dennoch gelangt es in unsere Umwelt, vor allem in unsere Flüsse. Mitverantwortlich ist dafür der Steinkohlebergbau, die damalige Ruhrkohle Aktiengesellschaft. Denn die Maschinen unter Tage liefen bis in die 80er Jahre hinein mit Hydraulikölen in denen PCB enthalten war. Bei der schweren Arbeit in den Stollen kam es zu Platzern in Schläuchen, die Öle liefen mal daneben und verteilten sich so unter Tage – und damit auch das PCB. Mehr als 10.000 Tonnen PCB wurden unter Tage in NRW eingesetzt und vermutlich wurde ein Großteil davon nicht über Tage entsorgt.

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Recherche: Mängel beim deutschen Grenzschutz

Symbolbild Grenzschutz_fuer Anna Neifer

Grenzschutz: Nach den terroristischen Anschlägen in Brüssel, ist das Wort in aller Munde. .„Datenschutz ist schön, doch in Krisenzeiten hat die Sicherheit Vorrang“, erklärte Innenminister Thomas de Maizière am Abend nach den Anschlägen von Brüssel in den Tagesthemen. Nach der Trauer und den ersten politischen Reaktionen nahm in Deutschland schnell auch die Diskussion um die Verfehlungen der europäischen Terrorabwehr Fahrt auf. Dabei wird nicht nur die Kritik an belgischen Ermittlern lauter, sondern es wird auch über ein Update der verschiedenen Datenbanken diskutiert, die verhindern sollen, dass flüchtige Terroristen und Kriminelle unbemerkt über europäische Grenzen reisen können.

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Recherche: Ausreise nach Syrien zur Geheimpolizei des Islamischen Staates

Der Presseeingang zum Oberlandesgericht Düsseldorf.

Morgen werde er sich umbringen, hört Nils D. seinen Cousin Philip B. im August 2014 am Telefon sagen. Sein Cousin ist im Irak, Nils D. ist in Syrien. Philip B. ist damals schon durch Propaganda-Videos des sogenannten Islamischen Staates bekannt. Am nächsten Tag kann Nils D. seinen Cousin nicht mehr auf dem Handy erreichen. Dann liest er im Internet, dass es im Irak nahe bei Mossul einen Selbstmordanschlag gab. Er weiß, er wird seinen Cousin nicht wieder sehen.

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Glatzen und Fahnen schwenken: NPD Parteitag

NPD Parteitag in Weinheim. Keine 50.000 Einwohner hat die Stadt in Württemberg, aber heute ist die Stimmung aufgeheizt. Es geht es um die Sache Sache. Bunt gegen Braun. Ich stehe inmitten der Gegendemonstranten auf einer Brücke. Vor uns hat die Polizei  Barrikaden aufgebaut. Abgeschirmt von der Polizei stehen sie: die Delegierten der NDP.  Plötzlich gibt es einen Aufruhr in der Menge. Jemand drängelt sich aggressiv durch die Demonstranten, nach vorne zu den Barrikaden. Es ist ein verspäteter NPDler, der von der Polizei durchgelassen werden will.

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Artikel für Tagesschau.de: Das Rätsel von Pardubice

Vor gut einem Jahr schlugen Flugaufsichtszentren Alarm. Am 5. und 10. Juni 2014 verschwanden für bis zu 20 Minuten wichtige Daten von den Radarbildschirmen der Fluglotsen. Informationen über Höhe, Kurs und Geschwindigkeit zahlreicher Passagiermaschinen waren zeitweise verschwunden. Und das in gleich sieben europäischen Städten: Karlsruhe, München, Wien, Prag, Bratislava, Warschau und Budapest.

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Artikel für Süddeutsche Zeitung: Tödliche Lacke

Symbolbild_Panzer_fuer Anna Neifer

Für den Rechercheverbund von NDR, WDR und SZ bin ich in die Niederlande gefahren und habe mit erkrankten Arbeitern in Brunssum gesprochen. Der Verdacht: Über Jahrzehnte haben die Männer ohne ausreichende Schutzkleidung mit giftigten Lacken gearbeitet. Nun sind viele von ihnen schwerkrank. Die Recherche ist auf Tagesschau.de und auch in der Süddeutschen Zeitung gedruckt worden.

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Artikel für Tagesschau.de: Wenige Kontrollen bei Medikamentenstudien

Symbolbild von Medikamenten_fuer Anna Neifer

Studien für Generika verleiteten laut Dr. Christian Steffen zum schummeln. Er kennt die Tricks der Fälscher, denn bis zum Jahr 2010 war er Leiter der Fachabteilung beim Bundesistitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, kurz BfarM. Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen, führt das Bundesinstitut nur wenige Kontrollen durch. Laut der Bundestagsabgeordneten Kordula Schulz-Asche ein ernstes Problem.

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